Veröffentlicht am 3. November 2026

Kundendaten in der EU: vier Grundsätze für Projekte

Wo liegen Kundendaten, und wer greift zu? Vier Grundsätze, nach denen ich bei Projekten Werkzeuge und Speicherorte wähle.

Eine Frage bei jedem Baustein

Bei jedem Werkzeug, das ich für ein Projekt auswähle, stelle ich dieselbe Frage: Wo liegen die Daten, und wer kann darauf zugreifen? Je weniger Dritte beteiligt sind, desto kürzer fällt die Antwort aus. Das meine ich mit „EU-first“: eine Arbeitsgewohnheit bei der Auswahl.

Grundsatz 1: Anbieter in der EU bevorzugen

Gibt es eine gleichwertige Lösung mit Standort in der EU, nehme ich sie. Das vereinfacht die Dokumentation für den Betrieb und beantwortet die Frage nach dem Speicherort, bevor jemand sie stellt. Gibt es keine gleichwertige Alternative, begründe ich die Entscheidung. Ein Beispiel aus meinen Projekten: Die Datenbank der Studio-App liegt in Frankfurt, die von FewoPilot in Irland, beide in der EU.

Grundsatz 2: Trennung nach Sensibilität

Personenbezogene Daten wie Kundendaten, Kontakte und Terminverläufe behandle ich anders als technische Daten. Sie bleiben dort, wo sie gebraucht werden. Für Tests und Vorführungen nutze ich Beispieldaten statt echter Kundendaten.

Grundsatz 3: Kleine Angriffsfläche

Jede zusätzliche Öffnung nach außen muss sich rechtfertigen. Eine bequeme Funktion, die ein weiteres Einfallstor öffnet, lasse ich weg.

Grundsatz 4: Sicherungen mitdenken

Backups gehören von Anfang an in die Planung. Zu klären ist, wo die Kopien liegen und wie lange sie aufbewahrt werden.

Was das kostet

EU-first kostet Aufmerksamkeit. Was ein US-Dienst per Klick liefert, braucht hier manchmal mehr Zeit bei Auswahl und Einrichtung. Wichtig ist, pro Projekt festzuhalten, welche Dienste beteiligt sind. Betriebe, die mit sensiblen Daten arbeiten, können ihren Kundinnen und Kunden damit eine konkrete Auskunft geben. Eine rechtliche Bewertung im Einzelfall ersetzt das nicht.

Wie das in Projekten aussieht, zeigt die Seite Leistungen; Lösungen für Beauty-Betriebe finden Sie unter Kosmetik.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei jedem Baustein frage ich: Wo liegen die Daten, und wer kann darauf zugreifen?
  • Anbieter in der EU bevorzuge ich, wenn sie gleichwertig sind; die Datenbanken der Studio-App und von FewoPilot liegen in der EU.
  • Personenbezogene Daten behandle ich getrennt, für Tests nutze ich Beispieldaten.
  • Pro Projekt sollte festgehalten sein, welche Dienste beteiligt sind.

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